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Einfühlsam statt gewaltsam.
Band 1: Sachanalysen und didaktische Überlegungen.
Band 2: Arbeitsblätter

Untertitel:Arbeitshilfen zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen in der fächerübergreifenden Projekt- und Schulsozialarbeit an Grund- und Förderschulen
Autoren:Mollet, Barbara
ISBN:978-3-8340-1126-8
Bibliographie:2. überarb. und erw. Aufl. 2 Bände mit zus. 360 Seiten. Kt.
Bandnr.:0
Preis:29.80
Gruppe:Grundschule
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Flyer:als PDF

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Beschreibung

Um in und außerhalb der Schule verständnisvoll und friedfertig miteinander umzugehen, müssen die SchülerInnen bedeutende emotionale und soziale Kompetenzen erwerben. Leider erhalten viele SchülerInnen in ihrer familiären Sozialisation dabei nicht die notwendige Förderung. Sie sind darauf angewiesen, dass ihnen ihre Schule hilft, Entwicklungsmängel zu erkennen und zu beheben oder schon vorhandene Fähigkeiten weiter zu festigen. Die beiden Bände „Einfühlsam statt gewaltsam“ wollen LehrerInnen, BetreuerInnen im Offenen Ganztag und SchulsozialarbeiterInnen an Grund- und Förderschulen bei dieser Aufgabe unterstützen.

Der Band 1 enthält die Sachanalysen und didaktischen Überlegungen zu den Arbeitsblättern, Band 2 die Arbeitsblätter bzw. Kopiervorlagen für die SchülerInnen. Die Sachanalysen vermitteln den Leserinnen und Lesern fundierte Kenntnisse über die verschiedenen Themen. Sie können in ihnen Bemerkenswertes über sich selber und ihre SchülerInnen lernen. Die didaktischen Überlegungen beschreiben, welche Ziele mit den Arbeitsblättern verbunden sind. Die Materialien bestehen aus zwei Teilen. Ihr Aufbau in 14 Modulen ermöglicht den Lehrpersonen, sie nach individuellen Wünschen entweder in der fächerübergreifenden Projekt- oder im Rahmen der Schulsozialarbeit einzusetzen.

Teil I beschreibt, welche Bedeutung Bedürfnisse und Gefühle für unser Leben haben. In die Sachanalysen fließen vor allem Grundannahmen aus dem Buch „Emotionsbezogene Psychotherapie“ von Claas-Hinrich Lammers ein. Teil II lehnt sich in seinen Grundzügen an das Konzept der „Gewaltlosen Kommunikation“ des amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg an, dem wir es zu verdanken haben, dass wir gewaltsames Verhalten leicht verständlich und einprägsam mit der Metapher „Wolfsverhalten“ und gewaltloses mit der Metapher „Giraffenverhalten“ charakterisieren können. Dieser Teil behandelt die Bedeutung unbefriedigter Bedürfnisse und „negativer“ Gefühle - wie Hilflosigkeit, Angst, Ärger und Wut - in zwischenmenschlichen Konflikten und die SchülerInnen können lernen, wie sie sozial wünschenswert mit diesen Gefühlen umgehen können. Insbesondere mit diesem Teil möchten die Materialien einen Beitrag zur Gewaltprävention an den Schulen leisten.

Das Besondere an „Einfühlsam statt gewaltsam“ ist der emphatische Ansatz bei den Bedürfnissen und Gefühlen der SchülerInnen. Sie lernen, welche Bedürfnisse sie selber und alle anderen Menschen haben und was es für ein zweijähriges Mädchen bedeutet, wenn ihre Mutter ihre Bedürfnisse nicht versteht. Das Bedürfnis nach Freundschaft ist allen SchülerInnen wichtig. Sie erfahren, was echte Freundinnen und Freunde verbindet.

Jede Situation, in der wir uns befinden, ruft auch Gefühle in uns hervor, positive, wenn wir den Eindruck haben, dass ein Bedürfnis befriedigt ist (wird), negative, wenn es übersehen oder sogar verletzt wird. Was diese Gefühle bedeuten und wie sie mit anderen Menschen vertrauensvoll und einfühlsam über ein Gefühl sprechen können, damit befasst sich Teil I.

Im Klassenzimmer und auf dem Schulhof sehen wir täglich Streit zwischen SchülerInnen. Viele Streitigkeiten beginnen als Albernheiten, aus denen plötzlich Ernst wird. Kinder, die eine Gewalterfahrung machen, wünschen sich von ihren MitschülerInnen eine Entschuldigung, die von Herzen kommt. Die SchülerInnen lernen in Teil II, welche 4 E`s dazu gehören und sich vor gewaltsamen Übergriffen ihrer MitschülerInnen zu schützen, indem sie bei Streitanlässen in der Schule die „Stopp-Regel“ anwenden.

Die tieferen Ursachen für Konflikte liegen meist in nicht befriedigten Bedürfnissen. Mit Hilfe der Metaphern „Wolf“ und „Giraffe“ schulen die Schülerinnen in Rollenspielen ihre Selbst- und Fremdwahrnehmung in Konflikten. Sie lernen, wie sich „Wölfe“ und „Giraffen“ benehmen, welche Gedanken sie haben und welche Sprache sie benutzen. Was sich in einem gewaltsamen Streit zwischen „Wölfen“ und einem gewaltlosen zwischen „Giraffen“ ereignet, veranschaulicht das „Eisbergmodell“. Oft handelt es sich bei Streitigkeiten zwischen SchülerInnen um wiederkehrende Probleme, die sich mit Hilfe eines Streitschlichters oder einer Streitschlichterin lösen lassen. Die SchülerInnen lernen deren Aufgaben und die fünf Schritte einer Streitschlichtung kennen.

SchülerInnen, die sich wie „Giraffen“ benehmen, bitten sich gegenseitig darum, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Alle Bedürfnisse lassen sich in Form einer Bitte ausdrücken. Welche Antworten zu welchen Bitten passen, können die SchülerInnen abschließend in einem Frage- und Antwortspiel erproben.



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